Willkommen bei Gerhard Schöne

Zur Person

Gerhard Schöne Gesellschaft für Geschiebekunde

Schon immer hat mich die Liebe zur Natur bewegt und zum Naturbeobachter im weitesten Sinne gemacht. Schon während meiner Berufstätigkeit als Ingenieur bei der AEG zog es mich oft in die Wedeler Marsch, ins ehemalige Hermann Kroll-Haus (jetzt Carl Zeiss Vogelstation) zur Vogelbeobachtung und späteren Mithilfe bei der Besucherbetreuung.

Genau so wie unsere heimischen Vögel faszinierten mich schon früh die fossilen Spuren des Lebens in den Gesteinen, und die Entstehung der Gesteine selbst, wie sie sich auf unserem "Organismus Erde" als Spuren der letzten ca. 3,5 Milliarden Jahre ihrer Entwicklung finden lassen. Auch hierbei entwickelte sich ein Verständnis und ein Gefühl dafür, dass auch die unbelebten Naturprodukte eines Schutzes bedürfen. Inzwischen gibt es glücklicherweise europaweit geltende Vorschriften, dass nicht nur die Biotope sondern auch Geotope [Geologische Aufschlüsse, leider mit zunehmenden Interessenskonflikten mit den Biotopen) sowie Findlinge, Findlingsgärten, Binnendünen] zu schützen sind. So auch das Großgeschiebe "Alter Schwede" in Hamburg-Övelgönne, das von "Kultur"-Banausen mit Spraydosen verunstaltet wurde. Schon der berühmte Wedeler Pastor und frommer "Liedermacher", Johann Rist, hatte sich über die Zerstörung eines großen Findlings während seines längeren Aufenthaltes in Hamburg als. "…​ der höchstverderbliche Krieg zwischen Dennemarck und Schweden [1643-1644] angieng …​" geärgert.

Dass gerade der Wohnort Wedel-Schulau, im Zusammenhang mit meinem Hobby Fossilien und Gesteine, für mich von so überragender Bedeutung wurde, liegt an seiner geologischen Vorgeschichte, an den Folgen der (vor-)letzten großen aus dem Norden bzw. dem Nordosten kommenden Eisvorstöße. Einige Beispiele aus meiner Fossiliensammlung am ehemals aktiven Kliff siehe Eigene Funde

und zu den schon früh am Schulauer Ufer durchgeführten Forschungsarbeiten siehe Schulauer Ufer

Die notwendige professionelle Weiterbildung auf diesem Gebiet bot sich durch der Eintritt in die Gesellschaft für Geschiebekunde (siehe auch http://www.geschiebekunde.de). Die Gesellschaft hat europaweit ca. 350 Mitglieder und Partner: Forscher, Sammler und Freunde der Paläontologie, Mineralogie und Geologie! Als Mitglied stehen mir seither die Veröffentlichungen der GfG "Geschiebekunde aktuell und das "Archiv für Geschiebekunde" zur Verfügung. Da ich mich außerdem seit 1997 in der Bücherei der Gesellschaft im GEOMATIKUM, 20146 Hamburg, Bundesstraße 55 nützlich mache, sind mir weitere Veröffentlichungsreihen zugänglich. Eigene Veröffentlichungen

Ferner bot sich durch Frau Prof. Gudrun Wolfschmidt, Institut für Geschichte der Naturwissenschaften und Technik, eine Möglickeit, innerhalb des "Virtuellen Stadtrundgangs Hamburg" eine "Geschichte der Geschiebeforschung am Beispiel des Schulauer Ufers" ins Netz zustellen. (siehe https://www.hs.uni-hamburg.de/DE/GNT/hh/geo/geschiebe.htm)

Selbst wenn die heutige Klimaforschung sich oft nur mit mathematischen Modellen und weniger mit den nachgewiesenen Fakten aus vergangenen Eis- und Warmzeiten kümmert, sollte man das Wissen dieser Forscher nicht ignorieren. Beispielhaft seien hier zwei Bücher des Bundesverdienstkreuzträgers von 2017, Prof. Lothar Eißmann aus Leipzig, herangezogen. (siehe auch https://de.wikipedia.org/wiki/Lothar_Eissmann)

Meine primäre "Arbeit am Geschiebe" widmet sich der Erfassung und möglichst zukunftsicher gespeicherten Zitatezusammenstellung geschiebkundlicher und sonstiger Quartär-geologischer Literatur als eine "Bibliographie der Geschiebe" und der offenen Bereitstellung im Internet. Seit nun schon fast 20 Jahren, und - bis zu seinem viel zu frühen Tod am 02. November 2013 zusammen mit PD Dr. Roger SCHALLREUTER, Greifswald, und dem Diplom-Geologen Werner A. BARTHOLOMÄUS, Hannover - wurde und wird ständig an der Fortführung der Bibliographie der Geschiebe primär von ganz Nordeuropa gearbeitet. Inzwischen wurde das Thema auf weltweite Vereisungen und präpleistozäne Vereisungen ausgedehnt und mit einer Bio-Bibliographie der Geschiebeforscher wesentlich erweitert. Bibliographie der Geschiebe

Neue Veröffentlichungen und bisher nicht registrierte ältere Werke werden in unregelmäßigen Abständen auch als Druckversion im Archiv für Geschiebekunde veröffentlicht.

Aktuell erschien die 9. Druckversion: SCHÖNE G 2017 Bibliographie der Geschiebe des pleistozänen Vereisungsgebietes Nordeuropas IX [Bibliography of the Geschiebes of the North European Pleistocene Glaciation IX] - Archiv für Geschiebekunde 7 (9/11): 533-728, 1 Abb., Hamburg/Greifswald, Juni 2017. ISSN 0936-2967. [463 Titel aus dem Zeitraum 11/2013 bis 5/2017 und 1818 Nachträge]